Indian PC 1

Indian PC 1 01 Schärfegrad: 10

wissenschaftlicher Name:

Gattung: Capsicum frutescens

Herkunftsland: Indien

Beschreibung:

Diese Sorte stammt aus Indien und galt einige Zeit als Naga Jolokia. Deshalb findet man sie auch häufig, aber fälschlicherweise, unter den Bezeichnungen Naga Jolokia (PC-1) und Naga Jolokia Tezpur. Sie wurde als schärfste Chili der Welt publiziert und sollte Züchtungen wie Habanero Red Savina und Habanero Francisca in Sachen Schärferekord ablösen. Später stellte sich dann heraus, dass es sich bei der Sorte zwar um eine ebenfalls recht scharfe und aromatische Chili der Art Capsicum frutescens handelt, aber die Schärfe noch lange nicht an die Naga Jolokia herankommt. Außerdem ist die Naga Jolokia ein Vertreter der Art Capsicum chinense. Es lag schlicht und einfach eine Verwechslung vor. Eigene Erfahrungen: Wir haben die Sorte auch als Naga Jolokia gekauft. Schon der Wuchs (längliche Blätter, eine Blüte pro Verzeigung) verursachte die ersten Zweifel. Die Pflanze sah aus wie eine Capsicum annuum oder Capsicum frutescens. Bei den aufrechten länglichen Früchten bestätigte sich die Vermutung, dass es sich um die Indian PC-1 handelt. Speziell bei diesen beiden Sorten gab es wohl viele Verwechslungen und somit falsche Lieferungen von Samenhändlern. Sicher auch wegen der anfänglichen Annahme, es handle sich um ein und dieselbe Sorte.
Ansonsten wachsen die Pflanzen gut. Sie sind eine der Sorten, die früh schon die ersten Blüten und Früchte hatten. Außerdem sind sie sowohl im Garten, als auch im Topf eine der größten Sorten der Saison gewesen. Die Ernte war sehr groß, allerdings haben diese Chilis unserer Meinung nach außer ihrer Schärfe nicht so viel Aroma zu bieten.
Die Indian PC1 hat lange schmale dunkelgrüne Blätter die ca. 14 x 6 cm groß werden. Die Pflanze wird ca. 130 cm hoch. Die Früchte wachsen nach oben und reifen von dunkelgrün nach rot ab.
Um diese PC1 war eine große Diskussion zwischen amerikanischen und indischen Züchtern entbrannt. Die PC1 wurde als schärfste Chili der Welt angepriesen. Dies brachte die Amerikaner auf den Plan, welche sofort Beweise haben wollten. Bisher ist es nicht gelungen durch entsprechende Messungen an den Capsaicingehalt einer Red Savina heran zu kommen. In der ersten Reaktion hat der Züchter der Red Savina eine noch schärfere Chili, die Habanero Francisca, gezüchtet und auf den Markt gebracht. Seither gilt die Francisca als die schärfste Chili der Welt. Nur der Vollständigkeit halber habe ich diese PC1 in meine Sammlung aufgenommen, denn schmecken soll sie angeblich nicht.
Die Indian PC-1 Chili oder fälschlicherweise Naga Jolokia genannte Chili kommt ebenfalls aus der Region Assam in Indian. Eventuell daher der Name Naga Jolokia. Diese Chilisorte ist äusserst schwer zu bekommen und es gibt diverse Angaben von Schärfewerten. Angeblich wurde diese Chili mit 855’000 Scoville gemessen. Diese Schärfe wagen wir anzuzweifeln, diese Chili ist auf jeden Fall sehr scharf. Testen Sie es selbst.
Die Früchte wachsen nach oben und sind eher schmal und lang mit einem kräftigen rot.
Die Indian PC-1 (auch Tezpur oder fälschlicherweise Naga Jolokia) ist eine Varietät der Paprika-Art Capsicum frutescens, welche laut einem Artikel indischer Wissenschaftler aus dem Jahr 2000 die schärfsten Paprikafrüchte der Welt hervorbringen soll. In neueren Veröffentlichungen wird die Pflanze zum Teil aber auch Capsicum annuum oder Capsicum chinense zugeordnet.
Die Wissenschaftler um Ritesh Mathur gaben an, eine Schärfe von 855.000 Scoville-Einheiten gemessen zu haben, was 4,28 % Capsaicin und 1,42 % Dihydrocapsaicin entspricht. Dies würde die bisher als am schärfsten angesehene Chili, die Red Savina mit gemessenen 577.000 Scoville-Einheiten, deutlich übertreffen.
Jedoch werden die veröffentlichten Ergebnisse außerhalb Indiens angezweifelt, da die im Artikel vorgestellte wissenschaftliche Herangehensweise fragwürdig ist. So wurde der zur Schärfebestimmung verwendete Hochleistungsflüssigchromatographietest ohne Kalibrierung durchgeführt, was dazu führt, dass nur relative Ergebnisse gemessen werden konnten. Eine Frucht der Red Savina, mit der Vergleiche hätten vorgenommen werden können, hatten die Wissenschaftler nicht zur Verfügung. Zudem wurde außerhalb Indiens von keinen vergleichbaren Messergebnissen berichtet. Eine Analyse aus Australien ergab weniger als ein Drittel der Schärfe der Red Savina, jedoch wurde hierbei nicht das Originalsaatgut verwendet. Allgemein wird angenommen, dass die vom indischen Militär geförderte Arbeit eher als Propagandamittel dienen soll, da im Artikel auch auf eine mögliche Anwendung des Capsaicins als Kampfstoff (genauer gesagt als Pfefferspray) hingewiesen wird. Anfragen an die indischen Wissenschaftler, Details zu den Messmethoden oder Proben der verwendeten Chilis preiszugeben, blieben unbeantwortet.
Im April 2006 wurde mit der Bekanntgabe einer Messung von 923.000 Scoville-Einheiten bei der Capsicum chinense-Züchtung Dorset Naga die unbestätigte Rekordmarke der Indian PC-1 nochmal übertroffen.
Indian PC 1 02

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