Blüte und Bestäubung

Viele Chilis fangen schnell an zu blühen, oft schon, wenn sie gerade mal 15 cm hoch sind. Das schönen an diesen Pflanzen ist, dass Sie dies dann den ganzen Sommer über tun. Leider fruchten die ersten Blüten allerdings nur selten.

Grundsätzlich können wir sagen, dass eine Bestäubung normalerweise nicht nötig ist. Auch wenn Sie auf anderen Internetseiten lesen, dass für Bienen, Hummeln und andere Tiere, die für die Bestäubung notwendig sind, Chilis unattraktiv sind – wir können diese Meinung nicht teilen. Natürlich bleibt es Ihnen überlassen, bei der Befruchtung nachzuhelfen.

Zieht man mehrere Chiliarten auf engem Raum, so kann es zu Hybridbildung kommen. Dasselbe wird sicher passieren, wenn man im Wintergarten oder im Haus mehrere Sorten mit demselben Pinsel bestäubt. Für die Fruchtbildung ist das egal: Die Frucht besteht aus dem Gewebe der Mutterpflanze. Schärfe, Form, Farbe etc. richten sich also ausschließlich nach der Mutterpflanze.

Will man dagegen auch Samen für die Aufzucht in den nächsten Jahren gewinnen, so muss man Kreuzungen verhindern. Es sei denn, man kreuzt absichtlich, um z. B. eine Ausgangspopulation für die Zucht einer neuen Sorte zu bekommen. (In diesem Fall reicht es allerdings nicht, Einzelpflanzen zu kreuzen, sondern man muss, wie bei allen Panmixiesorten, zwei ganze Bestände kreuzen.)

Das Verhindern von Kreuzbestäubungen im Freiland ist problematisch. Im nichtprofessionellen Bereich kann man Netze über die Beete legen. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Insekten nach Besuch einer Blüte eine Blüte der selben Sorte besuchen. Will man nicht soviel Aufwand treiben, so reicht auch schon ein Abstand von einigen Metern. Auf diese Weise bekommt man zwar kein reinrassiges Erbgut mehr, aber für den Hausgebrauch reicht es aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.